myGymer Movie


myGymer Movie wird auch im zweiten Semester 18/19 wieder drei Filme zeigen.

Auf dem Programm stehen: «Like Father, Like Son» von Hirokazu Kore-eda (Japan, 2013), «Looking For Eric» von Ken Loach (England, 2009) und «Das Herz von Jenin» von Marcus Vetter und Lior Geller (Deutschland, 2008). Aufgeführt werden diese Filme am Montag, 18. März, Dienstag 14. Mai und am Montag 3. Juni, jeweils um 17 Uhr 30 im Untergeschoss der Medio.

Doodle-Link zur Anmeldung für den dritten Film.

Das Angebot ist offen für alle Schülerinnen und Schüler sowie Angehörige des Gymnasiums Kirchenfeld. Die Teilnehmerzahl ist auf 75 beschränkt.


«Like Father, Like Son» von Hirokazu Kore-eda (Japan, 2013)

Montag 18. März, 17.30 Uhr

Hirokazu Kore-eda ist mit Sicherheit einer der bekanntesten und vor allem einer der besten japanischen Regisseure. In vielen seiner Filme nähert er sich mit der Kamera aus seinem Blickwinkel der Familie und den familiären Beziehungen an. Dabei zeigt und erzählt er vor allem und ermöglicht seinen Darstellern – sehr oft Kindern – in behutsamem Spiel ihre Charaktere entstehen zu lassen. Die Zuschauenden müssen sich ihr eigenes Urteil bilden, Kore-eda nimmt uns das nicht ab. Wie in seinem neuesten Film Shoplifters, in dem er eine Patchworkfamilie aus dem Prekariat sogar fremde Kinder aus lieblosen Familienverhältnissen entführen und zum Klauen schicken lässt, um ihnen wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit, menschliche Zuneigung und Wärme zu geben, so widmet er sich auch in unserem Film den Beziehungen, die Eltern zu ihren Kindern haben und Kinder zu ihren Eltern. Was ist eine gute Mutter? Wie liebt ein Vater seine Kinder? Was geben Kinder ihren Eltern zurück? Auch die Antworten darauf müssen wir alle in unseren eigenen Erfahrungen finden; das ist möglicherweise etwas Schönes, Trauriges oder Schwieriges, in «Like Father, Like Son» aber vor allem etwas sehr Schmerzhaftes.

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«Looking For Eric» von Ken Loach (England, 2009)

Dienstag, 14.Mai, 17.30 Uhr

Erinnern Sie sich noch an die Zeiten von Éric Cantona bei ManUtd? Offiziell wohl kaum, denn dann müssten Sie ja zugeben, dass Sie bereits zu den älteren Semestern gehören. Entweder man liebte ihn oder man hasste ihn, etwas dazwischen gab es nicht. Der englische Regisseur Ken Loach, der seine Filme auch als Dokumentationen der Lebensbedingungen der englischen Arbeiterklasse versteht, liebte ihn, wegen seiner antikapitalistischen Haltung (bankrun2010.com), wegen seiner tiefsinnig oberflächlichen Fernsehinterviews und weil er Nazi-Hooligans und unfaire Schiedsrichter effizient mit Kung-Fu bekämpfte. Deshalb spielt auch Cantona die wichtige Rolle Cantonas gleich selbst, das ist am authentischsten, und nach der abrupten Beendigung seiner Fussballkarriere hatte er ja auch Zeit für die Schauspielerei. Der Rest des Sozialdramas kann mit Samuel Becketts Bonmot beschrieben werden: «Es gibt nichts Komischeres als das Unglück.» Der richtig Unglückliche im Film ist der lebensmüde Postbote Eric Bishop, der vom anderen Eric (Cantona) ziemlich seltsam dabei unterstützt wird, sein verpfuschtes Dasein wieder in den Griff zu kriegen.

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Hintergrund zu Éric Cantona


«Das Herz von Jenin» von Marcus Vetter und Lior Geller (Deutschland, 2008)

Montag, 3. Juni, 17.30 Uhr

Wikipedia schreibt:
«Das Herz von Jenin erzählt die wahre Geschichte von Ismael Khatib aus dem Flüchtlingscamp von Dschenin im nördlichen Westjordanland. Sein 11-jähriger Sohn Ahmed wird im Jahr 2005 wegen einer täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffe und der damit einhergehenden Verwechslung mit einem bewaffneten Palästinenser von Schüssen israelischer Soldaten tödlich am Kopf getroffen; die Ärzte im Krankenhaus von Haifa können nur noch seinen Hirntod feststellen. Ismael Khatib muss entscheiden, ob die Organe seines Sohnes gespendet werden sollen. Mit seiner Entscheidung (seine Frau ist auch einverstanden) beweist er Menschlichkeit im Moment seines größten Schmerzes. Der Palästinenser ermöglicht dadurch mitten im Nahostkonflikt israelischen Kindern das Weiterleben.
Der Film begleitet Ismael Khatibs Besuche bei drei Familien, deren Kinder dank Ahmeds Organen gerettet wurden. Die unterschiedlichen Begegnungen – mit einer jüdisch-orthodoxen, einer Drusen- und einer Beduinenfamilie, aber auch mit Soldaten am Checkpoint – widerspiegeln immer auch die Situation in der konfliktbelasteten Region.»

Ob es sich beim Dokumentarfilm um ein zu Recht mehrfach preisgekröntes Meisterwerk oder um ein «einseitiges propagandistisches Machwerk, dazu geeignet, beim deutschen Publikum antijüdische Gefühle zu schüren» handelt, müssen Sie schon selbst herausfinden.

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